Die Geschichte

Die Geschichte Die internationale elektrische Eisenbahn Domodossola-Locarno, welche eine Spurbreite von tausend Millimetern aufweist, verbindet in Italien unter dem Namen Vigezzina Bahn und im Tessin unter Centovalli Bahn den internationalen Grenzort Domodossola am Simplon mit der helvetischen Stadt Locarno am Lago Maggiore. Das alpine Schienennetz erstreckt sich auf einer Länge von über 52 km mehr

Die Geschichte

Die internationale elektrische Eisenbahn Domodossola-Locarno, welche eine Spurbreite von tausend Millimetern aufweist, verbindet in Italien unter dem Namen Vigezzina Bahn und im Tessin unter Centovalli Bahn den internationalen Grenzort Domodossola am Simplon mit der helvetischen Stadt Locarno am Lago Maggiore.

Das alpine Schienennetz erstreckt sich auf einer Länge von über 52 km mehr als 32 km auf italienischem Boden und zirka 20 km auf Schweizer Gebiet, vom südländischen Val d’Ossola bis zum Lago Maggiore in einem einmaligen und einzigartigen, atemberaubenden landschaftlichen Kontext.

Die Eisenbahn ist ein Prachtwerk des Ingenieurbaus. Das inmitten der Natur angelegte Schienennetz fasziniert, weil sich der Bahnreisende in die Natur integriert fühlt; das gemächliche Summen des elektrischen Triebwerks bewegt nicht nur den Passagier, sondern auch die Gedanken, die dem Naturschauspiel folgen.

Die Eisenbahn wurde dank dem Unternehmergeist, welcher den Beginn des 20.Jh. kennzeichnete, gegründet. Die neuen Technologien der Entwicklung hin zu einem modernen Zeitalter, gekoppelt mit dem weit blickenden Bewusstsein, dass eine Eisenbahnverbindung zwischen Nationen zu einem wirtschaftlichen Aufschwung beider Länder führen wird, rief den Eisenbahnbau zwischen dem Val Vigezzo Tal und dem Tessin bis in die französische Schweiz nach Bern und ins Berner Oberland ins Leben.

foto d'epocaDie Initiative des Baus der Domodossola -Locarno Eisenbahnstrecke durch die Täler Valle Vigezzo und Centovalli ergriff im Jahr 1898 der damalige Stadtpräsident von Locarno, Rechtsanwalt Francesco Balli.
Im selben Jahr erreichte er die Genehmigung auf helvetischer Seite. Gestärkt durch die Schweizer Initiative vereinten sich auch die Bürgermeister des Vigezzo Tals und noch im selben Jahr 1898 gründeten sie das “Vigezzino Komitee”, um den Eisenbahnbau bei den italienischen Behörden voranzutreiben.

Im Jahr 1904 bildete sich dank der regsamen Werbekampagne des schweizerischen Rechtsanwalts Balli und des italienischen Abgeordneten Alfredo Falcione, sowie des Maestro Andrea Testore di Toceno ein italienisch-schweizerisches Exekutivkomitee und führte zu einem Abkommen eines gemeinsamen technischen und finanziellen Projekts. Nachdem die Gelder für das Werk gefunden und die Resistenz seitens der italienischen Behörde, die anfänglich aus militärischen Gründen gegen eine internationale Eisenbahn stimmte, überwunden, wurde die Planung und Ausführung 1909 dem Schweizer Ingenieur Giacomo Sutter anvertraut.

Das Projekt wurde auf Schweizer Seite trotz erheblichen Baukosten aufgrund der alpinen Streckenführung gutgeheissen, und der Tessiner Grossrat genehmigte eine kantonale Subvention. Auf italienischer Seite wurde im Jahr 1911 die Konzession für die Konstruktion der Bahnlinie von Domodossola über Santa Maria Maggiore bis zur Schweizer Grenze durch die italienische Regierung dem Ingenieur Giacomo Sutter bewilligt. Es wurden gleichzeitig auch Gelder für jeden gebauten Kilometer freigelegt.

foto d'epoca ponteDer Bau begann 1912 auf italienischer Seite und 1913 auf Schweizer Seite; aber der Ausbruch des ersten Weltkrieges führte zum Stillstand der Arbeiten. Sie wurden erst wieder 1921 aufgenommen und innerhalb zwei Jahren beendet. Am 27. März 1923 begegneten sich die beiden Mannschaften (die eine aus Schweizer Richtung, die andere aus Domodossola), welche für die Schienenlegung zuständig waren, in Santa Maria Maggiore. Die dienstleistende Lokomotive konnte somit zum ersten Mal die ganze Strecke fahren. Die offizielle Einweihung der Strecke erfolgte am 25. November 1923.

Es wurde immer wieder in die Vigezzina-Centovalli Eisenbahn investiert und modernisiert. Auf diese Weise wurde die Bahn mehr und mehr zu einem touristischen Schwerpunkt, auch wenn sie so wie eh als lokales Transportmittel für die Ortsansässigen eingesetzt wird und als internationale Verbindung zwischen den parallel verlaufenden Eisenbahnlinien des Gotthards und des Simplons fungiert. Heute ist die Vigezzina-Centovalli Bahn wichtiger Teil des Tourismus, der das Piemont mit der Schweiz zwischen Alpen und Lago Maggiore verbindet.

passato-presenteDas Image der Eisenbahn hat sich in den 90er Jahren erneut der Zeit angepasst, als zwölf neue elektrische Züge mit tiefer gelegtem Einstieg, der für die Passagiereeinen merklich größeren Komfort bietet, erstanden wurden. 2007 wurde der Fuhr- und Wagenpark der Vigezzina Eisenbahn mit vier neuen Panorama Elektrozügen aufgestockt, die “Vigezzo Vision” genannt werden und als solche die ersten in Italien sind. Somit kann der Reisende die Strecke mit ihren einzigartigen Landschaften, ihren architektonischen und geologischen Sehenswürdigkeiten aufs Beste genießen. Im Jahr 2011 hat das Unternehmen strong>vier Züge komplett erneuert; und sie werden mit dem Namen “Centovalli Express” zur internationalen Dienstleistung und ausschließlich zu touristischen Zwecken eingesetzt.

Je nach Bedürfnis wird abgewogen, welche Investitionen Vorrang haben. Die Priorität liegt aber zweifellos darin, den Unterhalt der Strecke zu optimieren, um eine Sicherheit zu garantieren, welche ein moderner und effizienter Eisenbahnbetrieb vorschreibt. Mit der Installation einer automatischen Blockade der Strecke, mit dem Train-stop, und mit der automatisierten Weichenstellung, die mit einer Fernsteuerung von beiden Endstationen aus geregelt wird, verfügt das Schienennetz über eine hochstehende Sicherheitsvorkehrung, die mit dem Standard von berühmten Schweizer Privatbahnen gleichziehen kann und die in Italien seinesgleichen sucht.

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